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Wittelsbacher Schloß mit Aussichtsturm
Das Schloss in Friedberg

Schloss
Das Wittelsbacher Schloss in Friedberg
Im Wittelsbacher Schloss wird eine Blütezeit der Stadtgeschichte wieder lebendig. Die Anlage ist 1559 im Renaissance-Stil wieder errichtet worden, nachdem ein Brand den Vorgängerbau 1541 zerstört hatte. 1568 erwählte es Herzogin Christine von Lothringen zum Witwensitz. Dadurch wurde Friedberg zu einem Mittelpunkt höfischen Lebens in Bayern. Im Inneren des Schlosses befindet sich das Friedberger Museum.

Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag bis Freitag 14 - 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 - 17 Uhr
Tel. 0821 6002148

Uhren und Fayencen - Friedberger Spezialitäten

Fayencen
Fayence-Geschirr ließ Kurfürst Maximilian III. Joseph von 1754 bis 1768 im Friedberger Schloß herstellen. Er erwartete sich von der "churfürstlich priviligierten Porzelain fabirque" die Möglichkeit, sein Ansehen zu festigen und vor allem die staatliche Finanzkraft zu stärken. Wegen ihrer Seltenheit haben Friedberger Fayencen heute Liebhaberstatus.
Uhrgehäuse
Friedberger Uhrmacher belieferten im 17. und 18. Jh. ganz Europa. Die historischen Grundlagen dieses Erfolgs liegen im 16 Jh. Damals förderten die hier residierenden Bayernherzöge die Ansiedlung talentierter Kunsthandwerker - und machten sich dabei die strengen Zunftregeln des benachbarten Augsburg zu Nutze. Zum eigenen und dem Wohle Friedbergs siedelten sie Handwerker an, die in der Nachbarstadt kein Aufenthalts- und Meisterrecht bekommen hatten. Bis Ende des 19. Jh. sind in Friedberg 400 Uhrmacher namentlich beurkundet.

Historie:

Schloss seitlich
Die romanische Grundanlage des Wittelsbacher Schlosses entstand 1257. Ursprünglich umzogen die Burg zwei Mauerringe mit Wehrgängen, Zinnen und Schießscharten. Im Inneren befand sich eine Wehrmauer mit 3 Türmen. Vom oberen Ring führte ein Steilhang zum unteren Mauergürtel mit einem verdeckten Abstieg an der Westseite. Der äußere Ring war umgeben von 2 starken Rundtürmen. Im nördlichen Turm befand sich das Verlies, im Volksmund "Köpfhäusl" genannt. Im Westen zur
Köpfhäusl
das "Köpfhäusl"
Lechebene hin wurde der Steilhang in einem Winkel von 50 Grad abgetragen. Im Norden, Osten und Süden wurde um das Schloss ein 10 m tiefer Graben ausgehoben, von dem noch gut sichtbare Reste vorhanden sind. Die obere Grabenbreite betrug 25 - 30 m und an seiner tiefsten Stelle im Osten befand sich die Zugbrücke, die von der fest gebauten Brücke, die heute ins Schloss führt, abgelöst wurde. Neben dem Eingang befindet sich der Bergfried (=Wachturm). Im rechteckigen Innenhof waren romantische Arkaden und Brunnen zu sehen. Durch das Vorschieben zweier Mauern gegen Norden wurde derer Burgbau zu einem Fünfeck. Im Nordwestteil des Erdgeschosses befindet sich ein gotischer Rittersaal. In der Nordostecke des Obergeschosses befand sich einst die Burgkapelle St. Georg . Im Süd- und Westflügel war der Palast (=das Herrenhaus) mit den Kemenaten (=Kaminzimmern), im Nordflügel der Wirtschaftsbau mit Stallungen und Wagenremisen, mit dem darüber befindlichen Getreidekasten, beheimatet.
Die heutigen Grundmauern und die Toreinfahrt bestehen bereits seit der Gründerzeit.
Im Jahr 1408 wurde der Bau durch Herzog Ludwig VII. teilweise umgestaltet. Nach einem Unfallbrand 1341 zog sich die Wiederherstellung bis 1559 durch Herzog Albrecht V. Bergfried von 1553 hin. Der Nordflügel/Portal, Arkaden und Renaissanceerker kamen 1559 dazu. Durch Kriegsbrände im dreißigjährigen Krieg wurde zwischen 1632 und 1646 das Schloss stark beschädigt und der Wiederaufbau der oberen Stockwerke durch Kurfürst Maximilian im Jahr 1650 durchgeführt..

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